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30 Jahre parlamentarisch gewählte Bürgerbeauftragte in Schleswig-Holstein
15.11.2018

„Ich gratuliere der Bürgerbeauftragten, Samiah El Samadoni, und den Menschen in Schleswig-Holstein zu 30 Jahren Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten.“, so der Thüringer Bürgerbeauftragte, Dr. Kurt Herzberg. Auf Einladung von Samiah El Samadoni nahm Herzberg am 06.11.2018 im Kieler Landtag am Festakt anlässlich des 30 jährigen Bestehens dieser Institution teil.

Herzberg weiter: „Mit dem Motto des Festaktes ‚Für die Menschen – Für die Demokratie‘ wird der innerste Kern des Amtes einer Bürgerbeauftragten sehr gut zum Ausdruck gebracht und die Entwicklung in Schleswig-Holstein zeigt, wie sehr die Menschen dieses Unterstützungs- und Dialogangebot annehmen.“ Schleswig-Holstein ist, neben Rheinland-Pfalz, eines der ersten Bundesländer gewesen, welches die Einrichtung eines direkten Ansprechpartners für Sorgen und Nöte von Bürgern bei Problemen mit Landesbehörden in der Person eines Bürgerbeauftragten geschaffen hat.

Frau Samadoni, deren Tätigkeitsbereich sich ausschließlich auf soziale Angelegenheiten bezieht, beschrieb ihre Erfahrungen folgendermaßen: „ Wir treffen auf Situationen, die auf große Asymmetrie angelegt sind. Auf der einen Seite eine Behörde mit all ihrem Wissen und ihrer Macht – und auf der anderen Seite ein hilfloser Einzelner, der etwas Existenzielles braucht und nicht weiß, wie er ans Ziel kommt. Wir sorgen dafür, dass sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen.“

Dr. Kurt Herzberg, dessen Aufgabe in Thüringen nicht auf soziale Angelegenheiten beschränkt ist, bei dem aber ca. 30 Prozent der „Fälle“ Probleme um Hartz IV, Grundsicherung, Krankenkassen und Rente betreffen, macht diese Erfahrungen ebenso. Herzberg wörtlich: „Dort, wo Verwaltungen ihren Wissensvorsprung ohne das echte Bemühen einsetzen, dass die betroffenen Bürger ihre Entscheidungen verstehen und nachvollziehen können, wächst die Entfremdung zwischen Staat und Bürger. Genau deshalb ist die Unterstützung des Bürgerbeauftragten nicht nur das Kümmern um die Menschen, sondern zentraler Dienst an die Demokratie.“

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