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Erhaltung des Chrysopras-Wehrs in Bad Blankenburg
30.03.2017

Gemeinsame Pressemitteilung des Bürgermeisters der Stadt Bad Blankenburg, Frank Persike, und des Thüringer Bürgerbeauftragten, Dr. Kurt Herzberg, zur Beratung der beteiligten Behörden am 28.3.2017:

In Sorge um die Zukunft des Chrysopras-Wehres wandten sich Bad Blankenburger Bürger im vergangen Jahr an den Bürgerbeauftragten des Freistaates Thüringen, Dr. Kurt Herzberg. Hintergrund der Sorge ist die Umsetzung der Entscheidung, das Chrysopras-Wehr für Fische durchlässig zu machen. Die Bürger befürchten, dass die für die Durchlässigkeit notwendigen baulichen Veränderungen die Standfestigkeit des Wehres so nachhaltig beeinträchtigen, dass die unter Denkmalschutz stehende Anlage des Chrysopras-Wehres in Bad Blankenburg im Ende abgerissen werden müsse.

Vor diesem Hintergrund lud der Bürgerbeauftragte am 28.03.2017 zu einer Gesprächsrunde in das Rathaus Bad Blankenburg ein. Verantwortungsträger der zuständigen Landesbehörden (Thüringer Landesverwaltungsamt, Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Thüringer Fernwasserversorgung, Thüringer Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie) sowie das Umweltamt des Landratsamtes trafen zusammen mit Vertretern der Stadt (Stadtverwaltung, Stadträte und Bürgerinitiative).

In seinen Eingangsworten machte Bürgermeister Frank Persike deutlich, dass es zwischen der Verwaltung und der Bürgerinitiative Interessensübereinstimmung für die notwendige Sanierung und Erhaltung des Chrysopras-Wehres gibt.

Anschließend informierten die beteiligten Landesbehörden über den Sachstand und ihre jeweilige Verantwortung für Fluss und Wehranlage. Der Vertreter der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) informierte über das im Januar fertig gestellte Standsicherheitsgutachten und erläuterte den Handlungsbedarf, wenn das Wehr erhalten werden soll.

Dr. Herzberg moderierte die Problemdiskussion und befragte alle anwesenden Behördenvertreter mit dem Ziel, konkrete Aussagen zum Zustand der Wehranlage transparent zu machen und das Für und Wider zum Erhalt des Wehres zu verdeutlichen.

Anschließend hatten die Stadträte und Vertreter der Bürgerinitiative die Gelegenheit ihren Standpunkt zu unterstreichen, dass die Sehenswürdigkeit Chrysopras-Wehr, vor allem im Interesse der Entwicklung des Tourismus, erhalten werden muss.

Herzberg verwies im Ergebnis der sehr sachlichen Diskussion, in der alle Interessengruppen Gelegenheit bekamen, ihre Argumente auszutauschen, darauf, dass man sich momentan noch in einem notwendigen Klärungsprozess befindet. In einem nächsten Schritt werden am 04.04.2017 in einer Beratung zwischen den Landesbehörden und der Stadt das Gutachten sowie weitere Verfahrensfragen besprochen.

Außerdem vereinbarte Dr. Herzberg mit den Verantwortungsträgern, dass nunmehr eine Terminkette erarbeitet wird, in der der Prozess der Planung und Entscheidungsfindung festgehalten wird. In diesem Prozess wird auch – darin bestand Einigkeit – die Beteiligung der Stadt und der  Bürgerinitiative bei der Suche nach der besten Lösungsvariante fest verankert sein.

Frank Persike
Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg

Dr. Kurt Herzberg
Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen                                                 

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